„Sie werden schreiben, dass es ein Unfall war“, sagte Jason auf der Aufnahme.
„Das Verletzungsmuster spricht dagegen.“
„Dann ändern Sie das Muster in Ihrem Bericht.“
„So funktioniert Medizin nicht.“
Jason legte den Scheck auf den Tisch.
„Alles funktioniert, wenn man den richtigen Preis kennt.“
Dr.
Weiss schob den Scheck zurück.
Daraufhin hob Jason mein Telefon.
Auf dem Display war das Foto meines Bruders zu sehen.
„Ihre Patientin hat Familie“, sagte er.
„Sie auch.“
Im Gerichtssaal hörte Madison auf zu weinen.
Sie starrte Jason an, als sähe sie ihn zum ersten Mal.
Das Video zeigte, wie Dr.
Weiss den Scheck schließlich nahm.
Dann endete die Aufnahme.
„Sie haben nur den Teil gesehen, von dem Herr Mitchell wusste“, sagte Dr.
Weiss.
„Er bemerkte die Kamera nicht.
Ich brachte die Speicherkarte noch in derselben Nacht zu einem befreundeten Ermittler.
Doch ohne Aussage von Frau Mitchell und nachdem sämtliche digitalen Krankenakten verschwunden waren, reichte das Material damals nicht für eine Anklage.“
Der Ermittler neben der Tür ergänzte, dass sich dies nun geändert habe.
Das wiederhergestellte Serverarchiv verband das Video mit den Zahlungen, den gefälschten Unterlagen und der Drohung gegen meinen Bruder.
Jason wandte sich an seinen Anwalt.
„Tun Sie etwas.“
Der Mann schloss langsam seine Mappe.
„Ich habe Sie mehrfach gefragt, ob es weitere relevante Dokumente gibt“, sagte er.
„Sie haben mich belogen.“
„Ich bezahle Sie.“
„Nicht für die Beihilfe zu Straftaten.“
Er trat einen Schritt zurück.
Jason war nun allein.
Madison versuchte, den Saal zu verlassen, doch eine Ermittlerin hielt sie an der Tür auf.
Sie wurde nicht festgenommen, musste aber ihr Telefon und ihre Handtasche herausgeben.
Darin fanden die Beamten zwei Firmenkarten auf meinen Namen sowie einen USB-Stick.
Auf dem Stick lagen Entwürfe der gefälschten Vollmachten.
Madison brach endgültig zusammen.
Sie erklärte, Jason habe sie angewiesen, die Dateien zu löschen, sobald der Verkauf abgeschlossen sei.
Als Gegenleistung sollte sie ein Apartment in Paris und fünf Millionen Dollar erhalten.
„Ich wusste nichts von den Verletzungen“, sagte sie zu mir.
„Ich dachte, du seist nur verbittert.
Er hat mir erzählt, du würdest ihn kontrollieren.“
Ich betrachtete sie lange.
„Du hast meine Unterschrift gefälscht.“
Sie senkte den Blick.
„Ja.“
„Du hast mein Geld ausgegeben.“
„Ja.“
„Du hast geholfen, mich als krank darzustellen.“
Ihre Lippen bebten.
„Ja.“
„Dann wusstest du genug.“
Sie antwortete nicht mehr.
Die Richterin ordnete noch am selben Tag an, sämtliche privaten und geschäftlichen Konten Jasons einzufrieren.
Der geplante Verkauf an Vantage Biomedical wurde blockiert.