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Das vergessene Handy enthüllte Daniels grausamstes Spiel / Chapter 2 / 7

Chapter 2 — Das vergessene Handy enthüllte Daniels grausamstes Spiel

4.9Editorial score

Langsam.

Hart.

Dann hörte ich Daniels Stimme aus dem Flur.

„Gebt mir das Handy, oder ich zeige Papa, was Mom noch getan hat.“

Ich stand auf.

Teresa griff nach meinem Handgelenk.

„Arthur, nicht.“

„Diesmal öffnen wir gemeinsam.“

Ich stellte das Video auf volle Lautstärke und ging zur Tür.

Als ich öffnete, stand Daniel direkt vor mir.

Er trug inzwischen Schuhe, die er offenbar aus einem der Säcke gezogen hatte.

Hinter ihm warteten Marco und ein älterer Mann mit schwarzer Jacke und kurz geschorenen Haaren.

Daniel streckte die Hand aus.

„Mein Handy.“

Aus dem Lautsprecher drang seine eigene Stimme: „Papa glaubt mir.

Nicht dir.“

Sein Gesicht verlor die Farbe.

Marco machte einen Schritt zurück.

Der ältere Mann sah von Daniel zu mir.

„Was ist das?“

Daniel reagierte sofort.

„Ein Familienproblem.

Mein Vater dreht durch.“

„Wer sind Sie?“, fragte ich den Mann.

„Marcos Onkel.“

Marco schüttelte hastig den Kopf.

„Er ist nicht mein Onkel.“

Der Mann packte ihn am Oberarm.

„Halt den Mund.“

Ich sah, wie Teresa hinter mir erstarrte.

Daniel hatte ihr erzählt, eine gefährliche Gruppe wolle Geld.

Zum ersten Mal stand tatsächlich ein bedrohlicher Mann vor unserer Tür.

Doch sein Blick galt nicht Teresa oder mir.

Er galt Daniel.

„Du hast gesagt, das Handy sei bei dir“, sagte er leise.

Daniel wich zur Seite.

„Ist es doch.

Er hat es nur genommen.“

Ich schloss meine Hand um das Gerät.

„Warum wollen Sie dieses Telefon?“

Der Mann lächelte nicht.

„Weil darauf Dinge sind, die meinem Geschäft schaden könnten.“

Ich hörte Teresa hinter mir einatmen.

Daniel hatte gelogen, aber offenbar nicht über alles.

Er und Marco hatten sich mit Menschen eingelassen, die nicht nur in Videospielen existierten.

„Gehen Sie“, sagte ich.

„Geben Sie mir das Telefon.“

„Nein.“

Sein Blick wurde schmal.

Daniel flüsterte: „Dad, mach es nicht schlimmer.“

Ich sah meinen Sohn an.

Noch vor wenigen Stunden hatte er auf dem Sofa gelegen und seine Mutter wegen einer lauwarmen Limonade erniedrigt.

Jetzt stand er im Flur und erwartete wieder, dass wir ihn vor den Folgen seiner Entscheidungen retteten.

„Du hast es schlimmer gemacht“, sagte ich.

„Monatelang.“

Der ältere Mann setzte einen Fuß über unsere Türschwelle.