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Sie wollte meinen Zwilling stehlen – dann fiel mein Richtername / Chapter 4 / 7

Chapter 4 — Sie wollte meinen Zwilling stehlen – dann fiel mein Richtername

4.9Editorial score

Elena unterschreibt, ob sie will oder nicht.

Die Nachricht wurde im Zimmer nicht laut vorgelesen.

Die Polizistin zeigte sie nur Elena und anschließend Donnelly.

Elena las den Satz zweimal.

Nicht weil sie ihn nicht verstand.

Sondern weil ihr Verstand sich weigerte zu akzeptieren, wie planmäßig alles vorbereitet worden war.

Eleanor sah ihr ins Gesicht und wusste sofort, was gefunden worden war.

„Das war nur Wut“, sagte sie.

„So etwas schreibt man eben.“

„Sie kamen mit Papieren“, erwiderte Elena.

„Karen wartete mit einem Kindersitz.

Du hast Leo aus seinem Bett genommen und mich geschlagen.“

„Du hast mich provoziert.“

„Ich lag nach einer Operation im Bett.“

„Du hast unsere Familie jahrelang belogen.“

Da war er endlich, der wahre Kern.

Nicht Reue.

Nicht Angst um die Kinder.

Gekränkter Stolz.

„Weil ich dir meinen Beruf nicht genannt habe?“ fragte Elena.

„Du hast mich wie eine Närrin aussehen lassen!“

„Du hast dich selbst so behandelt, als wäre der Wert eines Menschen von seinem Titel abhängig.“

Eleanor lachte bitter.

„Jetzt hältst du dich also für besser als uns.“

„Nein“, sagte Elena.

„Aber du hältst dich für berechtigt, über das Leben anderer Menschen zu verfügen.“

Die Tür öffnete sich erneut.

Derek stand im Flur, ohne Jacke, das Hemd am Kragen offen.

Er sah zuerst Elena mit beiden Babys im Arm.

Dann die blutige Lippe.

Dann seine Mutter zwischen den Sicherheitsleuten.

Sein Blick fiel auf den Beweisbeutel.

„Mutter“, sagte er.

„Was hast du getan?“

Eleanor richtete sich auf.

Für einen Sekundenbruchteil kehrte ihre alte Autorität zurück.

„Ich habe versucht, diese Familie zu retten.“

„Indem du meinen Sohn entführst?“

„Karen kann keine Kinder bekommen.

Elena hat zwei.

Es wäre gerecht gewesen.“

Derek sah sie an, als hätte sie eine fremde Sprache gesprochen.

„Ein Kind ist kein Erbstück.“

„Du verstehst das nicht.

Der Name Sterling braucht—“

„Hör auf.“

Es war das erste Mal, dass Elena ihn so mit seiner Mutter sprechen hörte.

Eleanor blinzelte.

Derek ging zum Bett.

Er wollte Elena berühren, hielt jedoch inne, bis sie leicht nickte.

Dann legte er vorsichtig eine Hand auf Lunas Decke.

„Ich wusste nichts“, sagte er leise.

„Das wird geprüft“, antwortete Elena.

Er zuckte zusammen, nickte aber.

„Ich verstehe.“

Die Polizei bat ihn um sein Telefon.