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Sie wollte meinen Zwilling stehlen – dann fiel mein Richtername / Chapter 2 / 7

Chapter 2 — Sie wollte meinen Zwilling stehlen – dann fiel mein Richtername

4.9Editorial score

„Du hast mir Adoptionspapiere hingelegt.“

„Weil Karen und du darüber gesprochen habt.“

„Ich habe mit Karen seit vier Monaten kein Wort gewechselt.“

„Dann hast du es vergessen.

Du bist unter Medikamenten.“

Donnelly drehte sich zum Tisch.

Der zerknitterte Ordner lag noch dort, wo Eleanor ihn hingeworfen hatte.

„Niemand fasst ihn an“, sagte er.

„Das ist jetzt mögliches Beweismaterial.“

Fast gleichzeitig erschien ein uniformierter Polizeibeamter in der Tür.

Hinter ihm stand eine zweite Polizistin mit einem transparenten Beweisbeutel.

Im Beutel lagen mehrere Dokumente.

„Chief“, sagte der Beamte.

„Das hier wurde unten an der Rezeption abgegeben.

Eine Frau verlangte, dass eine angeblich bereits genehmigte Entlassung vorbereitet wird.

Als die Rezeption nach der ärztlichen Freigabe fragte, ist sie weggelaufen.“

Er hielt den Beutel höher.

Elena erkannte das Formular sofort.

Es war eine zweite Ausfertigung derselben Verzichtserklärung.

Am Ende stand ihr Name.

Darunter befand sich eine Unterschrift, die ihrer ähneln sollte.

Sie war falsch.

Eleanor sah hin und begann sofort zu reden.

„Davon weiß ich nichts.“

„Die Papiere tragen den Namen Ihrer Tochter als Zeugin“, sagte die Polizistin.

Eleanor schwieg.

Ihr Handy vibrierte in ihrer Handtasche.

Sie griff danach, doch Donnelly war schneller.

„Das Telefon bleibt hier.“

„Sie dürfen mein Eigentum nicht beschlagnahmen.“

„Ich nicht“, sagte er.

„Die Polizei schon, sobald ein entsprechender Verdacht dokumentiert ist.“

Die Polizistin trat näher.

„Frau Sterling, legen Sie das Telefon auf den Tisch.“

„Ich rufe meinen Anwalt an.“

„Das dürfen Sie.

Aber zuerst geben Sie das Gerät heraus, weil der Verdacht besteht, dass es Nachrichten zu einer geplanten Kindesentziehung enthält.“

Eleanor hielt das Telefon so fest, dass ihre Knöchel weiß wurden.

Auf dem Display leuchtete Dereks Name.

Elena sah es ebenfalls.

Für einen Moment fragte sie sich, ob ihr Mann etwas davon wusste.

Derek wusste, dass sie Richterin war.

Er hatte sie kennengelernt, als sie noch Staatsanwältin gewesen war, und er hatte ihren Wunsch respektiert, ihre berufliche Stellung nicht als Schutzschild in seiner Familie zu benutzen.

Eleanor hatte nie ernsthaft nachgefragt.

Sie hatte einfach angenommen, Elena sei bedeutungslos, weil Elena nicht über ihren Beruf sprach.

Aber wusste Derek von diesen Papieren?

Wusste er, dass seine Mutter geplant hatte, Leo wegzubringen?

Der Gedanke war schlimmer als die Schmerzen in ihrer Naht.

„Nehmen Sie den Anruf an“, sagte Elena.

Die Polizistin sah sie an.

„Sind Sie sicher?“

„Auf Lautsprecher.“

Eleanor schüttelte heftig den Kopf.

„Nein.

Das ist privat.“

„Du bist mit meinem Kind in der Hand erwischt worden“, sagte Elena.