Sophie trug dieselben rosa Stiefel, inzwischen etwas zu klein, und sprang vor dem Haus in eine Pfütze.
Wasser spritzte über Maxwells teuren Mantel.
„Oh“, sagte sie und hielt sich die Hände vor den Mund.
Maxwell blickte auf die dunklen Flecken.
„Das ist ein sehr ernster Schaden.“
Sophie sah erschrocken aus.
Dann ging er absichtlich in die nächste Pfütze und spritzte sie zurück.
Ihr Lachen hallte die Straße hinunter.
Eleanor stand unter einem neuen, stabilen Schirm.
Maxwell trat zu ihr, hielt aber Abstand, bis sie den Schirm ein wenig in seine Richtung neigte.
„Du könntest heute zum Abendessen bleiben“, sagte sie.
Er sah sie an.
„Bist du sicher?“
„Nein.“
Die Ehrlichkeit brachte ihn beinahe zum Lächeln.
„Aber Sophie möchte dir zeigen, wie sie ihren Namen schreibt.
Und ich denke, wir können anfangen, Dinge zu tun, obwohl wir noch nicht sicher sind.“
Maxwell nickte.
Er griff nicht nach ihrer Hand.
Er machte keine Versprechen über eine zweite Hochzeit oder ein perfektes Ende.
Manche Wunden wurden nicht durch große Worte geheilt, sondern durch kleine Entscheidungen, die oft genug wiederholt wurden.
Oben in der Wohnung legte Sophie ein Blatt Papier auf den Küchentisch.
Die Buchstaben waren schief und verschieden groß, aber ihr Name war deutlich zu erkennen.
SOPHIE.
„Siehst du?“, fragte sie stolz.
Maxwell setzte sich neben sie.
„Ich sehe es.“
Eleanor stellte drei Teller auf den Tisch.
Zum ersten Mal standen dort nicht die Dokumente einer zerstörten Familie, keine Verzichtserklärung und kein unbezahltes Rezept.
Nur Abendessen, Wachsmalstifte und ein Kind, das nie wieder glauben musste, es dürfe nicht krank sein, weil seine Mutter das Geld für Medizin nicht hatte.
Maxwell hatte sein Imperium nicht verloren.
Er hatte endlich verstanden, dass es niemals sein wertvollster Besitz gewesen war.