Das Gemurmel verstummte.
Preston blickte nur kurz zu ihr.
Dann beugte er sich zu seinem Anwalt und flüsterte etwas.
Seine Verteidigung begann mit dem Versuch, Amaras Ansprüche als emotionale Reaktion darzustellen.
Die Ehe sei seit Langem zerrüttet gewesen.
Der Trust habe lediglich eine zukünftige Möglichkeit geregelt.
Die Schutzklauseln seien nie für eine öffentlich gewordene Trennung gedacht gewesen.
Judith legte das Schreiben seiner eigenen Rechtsabteilung vor.
„Warum fordert Herr Hartwell einen ausdrücklichen Verzicht auf Rechte, die angeblich noch gar nicht bestehen?“
Prestons Anwalt erklärte, dies sei eine routinemäßige Vorsichtsmaßnahme.
Dann zeigte Judith die medizinischen Formulare.
„Warum fordert er eine Erklärung, wonach er die Vaterschaft nie anerkannt habe, wenn eine solche Erklärung wahr wäre?“
Der Anwalt sprach von missverständlicher Formulierung.
Judith rief den Notar auf.
Er bestätigte, dass Preston jede Klausel verstanden hatte.
Anschließend spielte sie einen kurzen Ausschnitt der aufgezeichneten Unterzeichnung ab.
Auf dem Bildschirm saß Preston in einem Konferenzraum.
Er deutete selbst auf die Schutzklausel und sagte: „Ich will, dass Amara und unser Kind niemals von irgendeinem Geschäft verdrängt werden können.
Nicht einmal von mir.“
Im Gerichtssaal wurde es vollkommen still.
Amara sah nicht zum Bildschirm.
Sie sah Preston an.
Zum ersten Mal seit der Fernsehsendung wirkte er nicht mächtig.
Er wirkte entlarvt.
Sein Anwalt beantragte eine Pause.
Die Richterin lehnte ab.
Dann wurde Dr.
Brennan per Video zugeschaltet.
Er bestätigte die Schwangerschaft, den Behandlungszeitraum und Prestons aktive Beteiligung.
Er sprach sachlich, ohne ein einziges dramatisches Wort.
Gerade deshalb traf seine Aussage so hart.
„War Herr Hartwell über die Schwangerschaft informiert?“, fragte Judith.
„Ja.“
„Hat er die Vaterschaft bestritten?“
„Nie.“
„War er bei einem Termin anwesend?“
„Bei mehreren.“
„Wann zuletzt?“
Dr.
Brennan nannte ein Datum, das nur sieben Wochen vor der Verlobungsankündigung lag.
Das widerlegte Prestons Behauptung einer vierzehnmonatigen Trennung.
Celeste drehte sich langsam zu ihm.
„Du hast gesagt, du hättest sie seit einem Jahr nicht gesehen“, zischte sie.
Die Richterin hob den Blick.
„Frau Ashford, Sie sprechen nur, wenn Sie aufgerufen werden.“
Celeste presste die Lippen zusammen.
Der entscheidende Moment kam, als Graham Ashfords Anwälte ihre Finanzierungsunterlagen vorlegen mussten.
Darin hatte Preston die umstrittenen Aktien als unbelastetes persönliches Eigentum aufgeführt.
Er hatte ihren Wert genutzt, um eine Milliardenfinanzierung abzusichern.
Die Trust-Dokumente bewiesen das Gegenteil.
Graham Ashford stand so abrupt auf, dass sein Stuhl über den Boden schrammte.
„Sie haben uns Anteile angeboten, die bereits gebunden waren?“
Preston drehte sich zu ihm.
„Das lässt sich regeln.“
„Sie haben meine Firma und meine Tochter in einen möglichen Betrug gezogen.“
„Graham, setzen Sie sich“, sagte die Richterin scharf.