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Meine Tante stahl meinen Hochzeitstermin – bis Ethans Name fiel / Chapter 5 / 7

Chapter 5 — Meine Tante stahl meinen Hochzeitstermin – bis Ethans Name fiel

4.9Editorial score

Margaret sagte nichts.

Sie musste nichts sagen.

Vivian hatte gerade selbst bestätigt, was alle Dokumente bewiesen.

Savannah nahm ihr Telefon heraus.

„Unsere Rechtsabteilung wartet bereits.

Außerdem wurde die Versicherung informiert.

Je nachdem, was die Prüfung ergibt, wird auch die Polizei eine Kopie erhalten.“

Mr.

Haines öffnete den Mund, brachte aber kein Wort heraus.

Zwei Sicherheitsmitarbeiter führten ihn in sein Büro, damit er persönliche Gegenstände holen konnte.

Niemand berührte ihn.

Niemand musste laut werden.

Seine Schritte über den Marmorboden klangen trotzdem wie ein öffentliches Urteil.

Vivian griff nach Chloes Arm.

„Wir gehen.“

Chloe zog ihren Arm weg.

„Nein.“

Meine Tante erstarrte.

„Wie bitte?“

„Du hast meine Verlobungsfeier benutzt, um Violets Hochzeit zu zerstören.

Du hast mich angelogen.

Du hast dem Planungsteam erzählt, sie hätte freiwillig abgesagt.“

„Ich habe versucht, dir etwas Besonderes zu geben.“

„Mit einem gestohlenen Termin?“

„Benimm dich nicht naiv.

So funktionieren Geschäfte.“

Chloes Augen füllten sich mit Tränen, doch ihre Stimme blieb fest.

„Dann will ich keine Feier, die so funktioniert.“

Sie nahm ihr Handy, öffnete den Gruppenchat ihres Veranstaltungsteams und tippte eine Nachricht.

Wenige Sekunden später klingelte Vivians Telefon.

„Was hast du getan?“

„Die Verlobungsfeier abgesagt.“

„Du kannst nicht dreihundert Gästen absagen.“

„Doch.

Gerade getan.“

Vivian sah aus, als hätte Chloe sie geschlagen.

Für eine Frau, die glaubte, alles kaufen zu können, war der offene Widerspruch ihrer Tochter offenbar die einzige Währung, mit der sie nicht umgehen konnte.

Dann wandte Chloe sich an mich.

„Es tut mir leid.

Ich hätte früher fragen sollen, warum du angeblich deinen Traumort aufgegeben hast.

Ein Teil von mir wollte einfach glauben, Mom hätte alles geregelt.“

„Du hast die E-Mail nicht geschrieben“, sagte ich.

„Aber ich habe von ihrem Verhalten profitiert, ohne genau hinzusehen.“

Das war mehr Verantwortung, als ich an diesem Morgen von irgendjemandem aus meiner Familie erwartet hatte.

Vivian hob das Kinn.

„Violet, du wirst doch wohl nicht zulassen, dass diese Leute aus einem familiären Missverständnis eine Strafsache machen.“

Da war sie wieder: die Erwartung, dass ich sie rettete.

Nicht weil sie Reue empfand.

Weil sie überzeugt war, dass meine Rolle darin bestand, die Folgen ihres Handelns kleiner zu machen.

Ich legte eine Hand auf meinen Vertrag.

„Du hast meine Unterschrift gefälscht, meinen Termin gekauft und mich vor Fremden behandelt, als wäre mein Leben weniger wert als dein Geld.“

„Ich habe deine Unterschrift nicht persönlich gefälscht.“

„Das ist deine Verteidigung?“

Sie schwieg.

„Ich werde niemanden bitten, die Sache fallen zu lassen“, sagte ich.

„Was jetzt passiert, hast du selbst entschieden.“