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Mein Mann wollte mich entmündigen und unseren Sohn mitnehmen / Chapter 4 / 7

Chapter 4 — Mein Mann wollte mich entmündigen und unseren Sohn mitnehmen

4.9Editorial score

Danach müssen wir ohne Gutachten zum Richter.

Claire fotografierte den Bildschirm.

Edward wurde blass.

“Das beweist gar nichts.”

“Es beweist zumindest, dass Dr.

Pineda heute auf Ihre Frau wartet”, sagte sie.

“Obwohl Mrs.

Vance nach eigener Aussage nie einen Termin vereinbart hat.”

Eleanor bat mich, das Telefon aus dem Lautsprechermodus zu nehmen.

Ihre Stimme wurde leiser.

“Lauren, ich brauche eine klare Antwort.

Hast du Dr.

Pineda jemals gesehen, gesprochen oder ihr erlaubt, deine medizinischen Unterlagen zu erhalten?”

“Nein.”

“Dann fahren wir nicht nur zum Familiengericht.

Wir beantragen außerdem eine einstweilige Verfügung gegen die Nutzung deiner Gesundheitsdaten.”

Der ältere Beamte bat Edward, meinen Reisepass herauszugeben.

Edward weigerte sich zunächst.

Erst als der Beamte erklärte, das Dokument könne als Beweismittel für eine mögliche Nötigung sichergestellt werden, zog er es aus der Tasche.

Er legte es nicht auf den Tisch.

Er warf es mir vor die Füße.

“Du zerstörst unsere Familie”, sagte er.

Ich hob den Pass auf.

“Nein.

Ich habe nur aufgehört, dir dabei zu helfen.”

Weniger als zwei Stunden später saß ich neben Eleanor in einem kleinen Anhörungssaal des Familiengerichts.

Danny war noch in der Schule.

Eine Sozialarbeiterin wartete dort, damit er nicht von der Situation überrascht wurde.

Edward saß mit einem kurzfristig engagierten Anwalt auf der anderen Seite.

Sylvia war nicht erschienen.

Der Richter, ein grauhaariger Mann namens Samuel Reeves, blätterte schweigend durch die Akte.

Diese Stille war schlimmer als jedes Geschrei.

Edwards Antrag behauptete, ich hätte nach meiner Operation Wahnvorstellungen entwickelt.

Ich würde Fremde beschuldigen, mich zu verfolgen, unkontrolliert Geld ausgeben und planen, mit Danny zu fliehen.

Als Beleg hatte Edward eine schriftliche Einschätzung von Dr.

Pineda beigefügt.

Die Ärztin erklärte darin, meine Symptome seien mit einer akuten psychotischen Störung vereinbar.

Sie hatte mich nie untersucht.

Sie hatte nicht einmal mit mir telefoniert.

Eleanor legte dem Richter meine tatsächlichen medizinischen Unterlagen vor.

Meine behandelnde Chirurgin hatte am Morgen schriftlich bestätigt, dass es nach der Operation keine Hinweise auf psychische Auffälligkeiten gegeben hatte.

Die verwendeten Schmerzmittel konnten vorübergehend Benommenheit verursachen, aber keine drei Wochen anhaltende Psychose.

Dann kam die erste Überraschung.

Dr.

Pineda war im Gerichtsgebäude.

Nicht freiwillig.

Claire hatte sie nach Entdeckung der Nachrichten telefonisch erreicht und der Richter hatte ihre sofortige Anhörung angeordnet.

Sie trat mit angespanntem Gesicht in den Saal.

Zunächst behauptete sie, Edward habe ihr glaubhaft von meinem Zustand berichtet.

Sie habe lediglich eine vorläufige fachliche Einschätzung erstellt.

Der Richter sah über seine Brille hinweg.

“Auf Ihrem Schreiben steht: nach persönlicher klinischer Beurteilung.

Wann fand diese statt?”

Dr.

Pineda schwieg.

“Frau Doktor?”