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Er schickte seine schwangere Frau ins Auto – dann kam seine Mutter / Chapter 2 / 7

Chapter 2 — Er schickte seine schwangere Frau ins Auto – dann kam seine Mutter

4.9Editorial score

Einer dieser Mitarbeiter hat das Gespräch gemeldet.”

Ich sah Daniel an.

Plötzlich ergaben Dinge Sinn, die ich nie miteinander verbunden hatte.

Seine Bemerkungen darüber, dass Menschen nur funktionierten, wenn man ihnen Privilegien entzog.

Sein Stolz darauf, neue Mitarbeiter bis spätabends im Büro zu halten.

Die Art, wie er jedes Entgegenkommen als Schwäche bezeichnete.

Er hatte mich nicht nur aus dem Schlafzimmer geschickt, weil er müde war.

Er hatte eine Methode daraus gemacht.

“Das ist absurd”, sagte Daniel.

“Sie verdrehen meine Worte.”

In diesem Moment klingelte es an der Wohnungstür.

Ruth sah ihn ruhig an.

“Das dürfte die Person sein, die wissen will, wem diese Wohnung wirklich gehört.”

Daniels Blick fuhr zu ihr.

“Was soll das heißen?”

Sein Onkel öffnete die Tür.

Draußen stand eine Frau Mitte fünfzig in einem dunklen Wollmantel.

Sie trug eine Ledermappe und stellte sich als Frau Lenz vor, Verwalterin der kleinen Eigentümergemeinschaft, zu der unser Haus gehörte.

Daniel kannte sie.

Er hatte sie mehrmals am Telefon angebrüllt, wenn eine Reparatur nicht schnell genug erledigt worden war.

Heute Nacht war seine Stimme plötzlich leiser.

“Warum sind Sie hier?”

Frau Lenz sah zuerst mich an, dann die Campingmatte, schließlich Daniel.

“Ihre Mutter hat mich angerufen.

Sie sagte, es gebe Unklarheiten über den Mietvertrag.”

“Es gibt keine Unklarheiten.

Die Wohnung läuft auf meinen Namen.”

Ruth schloss für einen Moment die Augen.

“Nein, Daniel.

Die Wohnung wurde damals nur auf deinen Namen angemeldet, weil ich dir helfen wollte, eine Familie zu gründen.

Eigentümerin bin weiterhin ich.”

Daniel starrte sie an.

Ich ebenso.

Ich hatte gewusst, dass Ruth uns bei der Kaution geholfen hatte.

Ich hatte nicht gewusst, dass ihr die Wohnung gehörte.

Daniel hatte mir wiederholt erklärt, er allein trage die gesamte finanzielle Last.

Wenn ich während der Elternzeit weniger verdiente, müsse ich dankbar sein, dass er mir ein Zuhause biete.

Nun stand seine Mutter vor ihm und nahm diesem Satz mit wenigen Worten jede Grundlage.

“Du hast mir die Wohnung überschrieben”, sagte er.

“Nein.

Ich habe dir erlaubt, sie zu nutzen.

Kostenlos im ersten Jahr, danach zu einer stark reduzierten Miete.

Die Unterlagen liegen bei Frau Lenz.”

Frau Lenz öffnete ihre Mappe und zog eine Kopie des Vertrags heraus.

“Der Vertrag enthält außerdem eine Klausel zur Mitnutzung durch Ihre Ehefrau.

Sie können Frau Wagner weder aus der Wohnung ausschließen noch ihr den Schlüssel entziehen.”

Daniel sah zu mir.

Erst jetzt erinnerte ich mich daran, dass er mir drei Wochen zuvor meinen Ersatzschlüssel abgenommen hatte.

Er hatte behauptet, der Schlüssel klemme und müsse nachgemacht werden.

Danach hatte ich nur noch den Schlüssel am Autoschlüsselbund besessen.

Wenn ich nachts hinunterging, konnte ich die Wohnungstür von außen nicht öffnen, weil Daniel den Wohnungsschlüssel vom Ring entfernt hatte.

Ich hatte es nicht bemerkt.

Oder ich hatte es nicht bemerken wollen.

Ruth bemerkte meinen Blick.

“Hat er dir einen Schlüssel weggenommen?”

Ich nickte langsam.