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Er kehrte von seiner Hochzeit zurück – und sein Haus war verschwunden / Chapter 2 / 6

Chapter 2 — Er kehrte von seiner Hochzeit zurück – und sein Haus war verschwunden

4.9Editorial score

Jaxon drehte sich gereizt um.

„Nicht jetzt.“

„Doch.

Jetzt.“

Noah hielt das Tablet hoch.

„Du hast vergessen, dass die Videos von der Hochzeit automatisch in die Familien-Cloud geladen wurden.“

Emma trat neben ihren Bruder.

Auf dem Bildschirm war Jaxon bei der Feier zu sehen.

Er stand mit einem Glas in der Hand vor einem langen Tisch, Blair an seiner Seite.

Im Hintergrund rauschte das Meer.

Noah drückte auf Wiedergabe.

Jaxons eigene Stimme erklang über die kleinen Lautsprecher.

„Auf ein Leben ohne Ballast.

Ruby war immer zu sentimental, um zu verstehen, dass alles irgendwann ersetzt werden muss.

Das Haus, die Ehe, manchmal sogar die Familie.“

Einige Gäste lachten im Video.

Dann sagte Jaxon: „Wenn wir zurückkommen, ist sie weg.

Und falls nicht, sorge ich dafür, dass sie ihre Kinder eine Weile nicht sieht.“

Auf dem Grundstück wurde es still.

Officer Grant sah zu seinem Kollegen.

Miriam nahm ihr Telefon heraus und begann, die Datei zu sichern.

„Das war ein Witz“, sagte Jaxon.

Emma sah ihn an.

„Wir haben nicht gelacht.“

Sein Gesicht veränderte sich.

Nicht aus Reue, sondern weil er begriff, dass seine Kinder nicht mehr automatisch auf seiner Seite standen.

„Ihr versteht nicht, was eure Mutter getan hat.“

„Sie hat das Haus mitgenommen“, sagte Noah.

„Du wolltest sie aus ihrem eigenen Zuhause werfen.“

Jaxon machte einen Schritt auf ihn zu.

Officer Grant stellte sich dazwischen.

„Bleiben Sie ruhig.“

Blair zog Jaxon am Arm.

„Wo sollen wir jetzt hin?“

Er schüttelte sie ab.

„Hotel.“

„Du hast meine Wohnung kündigen lassen.“

„Dann ruf deinen Vater an.“

„Mein Vater glaubt, wir ziehen heute in dein Haus.“

Jaxon sah sich um.

Zum ersten Mal schien er zu verstehen, dass der leere Boden nicht nur eine Demütigung war.

Er hatte Blair eine Zukunft verkauft, die ihm nie gehört hatte.

Seiner Familie hatte er erzählt, ich sei freiwillig gegangen.

Den Kindern hatte er versprochen, alles werde normal bleiben.

Und nun standen alle zusammen vor dem Beweis seiner Lügen.

Miriam reichte mir den Ordner zurück.

„Wir sind hier fertig.“

Jaxon lachte kurz und hart.

„Du glaubst, das war’s? Ich bekomme die Hälfte.

Haus, Grundstück, Konten.

Alles.“

„Das entscheidet das Gericht“, sagte ich.

Es waren die ersten Worte, die ich direkt an ihn richtete.

Er kam näher.

„Du wirst es bereuen.“

Officer Grant hörte es.