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Die Geliebte log über ihren Namen – dann öffnete Blackwood die Akte / Chapter 4 / 7

Chapter 4 — Die Geliebte log über ihren Namen – dann öffnete Blackwood die Akte

4.9Editorial score

„Nein“, sagte Peter.

„Sie haben den Fuß vor ihren gesetzt und sie mit der Schulter zurückgedrängt.“

Eine junge Kellnerin trat neben ihn.

„Ich habe es auch gesehen.“

Dann meldete sich ein Gast.

Danach eine Frau aus dem Stiftungsrat.

Die Mauer aus höflichem Schweigen brach nicht mit einem Knall.

Sie zerfiel Stimme für Stimme.

Vanessa sah plötzlich nicht mehr aus wie die unangreifbare Frau, die in meinem Haus meinen Wein getrunken und das Parfüm meines Mannes getragen hatte.

Sie sah aus wie jemand, der zum ersten Mal bemerkte, dass ein Raum voller Menschen nicht länger bereit war, für sie wegzusehen.

Der Mann in Zivil trat durch das Tor.

Neben ihm ging eine Beamtin des Sheriff’s Office.

„Mrs.

Whitmore?“, fragte sie.

„Ja.“

„Wir wurden wegen eines möglichen tätlichen Angriffs und wegen Unterlagen zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gerufen.“

Vanessa deutete auf mich.

„Sie lügt.

Das ist Rache, weil Ethan mich liebt.“

Der Satz hing in der Luft.

Ethan schloss kurz die Augen.

Bis dahin hatte er vielleicht gehofft, seine Affäre als geschäftliche Beziehung abstreiten zu können.

Vanessa hatte ihm diese Möglichkeit gerade genommen.

Die Beamtin sah zu Ethan.

„Ist das korrekt?“

Er antwortete nicht.

Vanessa begriff ihren Fehler.

„Ich meinte nicht—“

„Doch“, sagte ich.

„Genau das meintest du.“

Blackwood nahm ein weiteres Bündel Papiere aus der Akte.

„Die persönliche Beziehung ist relevant.

Mr.

Whitmore hat Zahlungen an ein Unternehmen angeordnet, dessen alleinige wirtschaftliche Begünstigte seine Partnerin ist.

Diese Beziehung wurde dem Vorstand verschwiegen.“

„Partnerin?“, sagte Ethan scharf.

„Sie war eine Beraterin.“

Vanessa starrte ihn an.

Es war fast grausam, wie schnell er sie fallen ließ.

„Du hast mir gesagt, du würdest Claire verlassen“, sagte sie.

„Sei still.“

„Du hast gesagt, das Haus, das Weingut und die Stiftung würden dir gehören, sobald sie die Papiere unterschreibt.“

Ethan machte einen Schritt auf sie zu.

„Halt den Mund.“

„Du hast gesagt, sie würde nach der Geburt zu müde sein, um irgendetwas zu überprüfen.“

Nun war es nicht mehr Blackwoods Aufnahme, die Ethan belastete.

Es war seine eigene Geliebte, wütend darüber, dass er sie vor Publikum verleugnete.

Harold hob langsam den Kopf.

„Welche Papiere?“

Ich öffnete meine Handtasche und nahm eine gefaltete Kopie heraus.

„Diese.“

Zwei Wochen zuvor hatte Ethan mir ein Dokument vorgelegt, angeblich eine routinemäßige Zustimmung zur Verlängerung einer Kreditlinie.

Er hatte kleine gelbe Klebezettel neben die Unterschriftsfelder gesetzt und mir erklärt, die Anwälte warteten bereits.

Ich hatte nicht unterschrieben.

Stattdessen hatte ich die Unterlagen fotografiert und an Blackwood geschickt.

Die letzte Seite gehörte tatsächlich zu einer Kreditvereinbarung.