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Der letzte Umschlag meines Vaters entlarvte sie auf der Tanzfläche / Chapter 3 / 8

Chapter 3 — Der letzte Umschlag meines Vaters entlarvte sie auf der Tanzfläche

4.9Editorial score

„Nein.

Wir beobachten, was du als Nächstes tust.“

Mein Vater deutete auf die Kamera.

„Wenn du Sloane zu Emmas Hochzeit bringst, weiß ich, dass du deinen Plan weiterverfolgst.

Wenn du Claire während meines Liedes demütigst, weiß ich, dass du versuchst, sie vor Zeugen zu provozieren.

Und wenn du danach lügst, wird sie alles sehen.“

Sloane wurde auf der Leinwand blass.

Daniel lachte.

„Sie werden bei der Hochzeit nicht da sein.“

Papa hielt seinem Blick stand.

„Man muss nicht im Raum sein, um die Wahrheit hineinzubringen.“

Die Datei endete.

Für mehrere Sekunden hörte man nur das Summen des Projektors.

Dann begann Daniel zu klatschen.

Langsam.

Spöttisch.

„Eine beeindruckende Inszenierung“, sagte er.

„Ein todkranker Mann stellt eine Kamera auf, schneidet ein Gespräch zusammen und hinterlässt seiner trauernden Tochter eine Verschwörungsgeschichte.

Claire, du brauchst Hilfe, nicht noch mehr Menschen, die deinen Wahn füttern.“

Er sprach ruhig, doch an seiner Schläfe pochte eine Ader.

Sloane griff nach ihrer Handtasche.

„Ich gehe.“

Helena trat in ihren Weg.

„Sie dürfen gehen.

Ihr Laptop allerdings wurde heute Nachmittag aufgrund einer richterlichen Sicherungsanordnung beschlagnahmt.“

Sloane erstarrte.

„Was?“

„Das Gerät, auf dem die Kreditunterlagen erstellt wurden“, sagte Helena.

„Ihre Assistentin hat es den Ermittlern übergeben.“

Sloane wandte sich Daniel zu.

„Du hast mir gesagt, dass niemand ermittelt.“

„Sie blufft.“

„Nein“, sagte Helena.

„Arthur reichte die Unterlagen vor seinem Tod bei der Staatsanwaltschaft ein.

Die Ermittlungen wurden vertraulich geführt, damit Beweise nicht vernichtet werden.“

Vivian presste beide Hände auf den Tisch.

„Sie können uns nicht bei einer Hochzeit festhalten.“

„Das tut niemand“, antwortete Helena.

„Aber bevor Sie gehen, sollte Claire wissen, was sich in diesem Paket befindet.“

Sie reichte es mir.

Das rote Siegel brach mit einem trockenen Knacken.

Obenauf lag eine notariell beglaubigte Erklärung meines Vaters.

Darunter befanden sich Kontoauszüge, E-Mails, eine Kopie der gefälschten Kreditvereinbarung und eine Urkunde mit Daniels Unterschrift.

Die Zahl darauf ließ meine Finger kalt werden.

2.400.000 Dollar.

Als Sicherheit war mein künftiger Anteil an der Caldwell Holding eingetragen.

Die Auszahlung sollte auf ein Konto der Mercer Event Group erfolgen, Sloanes Firma.

Eine zweite Überweisung war an Whitaker Strategic Consulting vorgesehen – Daniels Unternehmen.

„Das ist nur ein Entwurf“, sagte Daniel sofort.

Helena zog ein weiteres Blatt hervor.

„Dann erklären Sie bitte diese E-Mail an den Bankmanager: ‚Meine Frau ist emotional derzeit nicht belastbar.

Sämtliche Kommunikation läuft über mich.‘“

Sie legte eine zweite Seite daneben.

„Und diese Nachricht an Sloane: ‚Nach Emmas Hochzeit haben wir das Video.

Dann können wir Claire entweder zur Unterschrift bringen oder die Betreuung beantragen.‘“

Emma begann zu weinen.