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Der Krankenhausdirektor plante den Kaiserschnitt seiner eigenen Frau / Chapter 3 / 7

Chapter 3 — Der Krankenhausdirektor plante den Kaiserschnitt seiner eigenen Frau

4.9Editorial score

Schwester Bennett trat näher an die Liege.

„Die Verletzungen sehen nicht nach einem Sturz aus.“

„Sind Sie jetzt Rechtsmedizinerin?“

„Nein.

Aber ich bin seit zwölf Jahren Krankenschwester.

Und ich weiß, wie ein Sohlenmuster aussieht.“

Der jüngere Beamte bat Ryan, seine Schuhe zu zeigen.

Ryan rührte sich nicht.

Unter seinem weißen Kittel trug er dunkle Lederschuhe, keine Arbeitsstiefel.

Für einen Moment wirkte er erleichtert.

Doch Emily sah zu mir.

„Im Kofferraum“, sagte sie.

„Er bewahrt seine Stiefel im Kofferraum auf, damit kein Schmutz ins Haus kommt.“

Ryan fuhr zu ihr herum.

„Sei still.“

Diesmal war seine Stimme nicht sanft.

Der ältere Beamte hob sofort eine Hand.

„Sie sprechen nicht weiter mit Ihrer Frau.“

Ryan atmete schwer durch die Nase.

„Sie können mein Auto nicht durchsuchen.“

„Noch nicht“, sagte der Beamte.

„Aber wir können es sichern, während wir einen richterlichen Beschluss beantragen.“

Ryan sah zur Tür.

Wahrscheinlich rechnete er noch immer damit, dass ein loyaler Mitarbeiter auftauchen und die Situation beenden würde.

Stattdessen erschien ein zweiter Arzt auf dem Flur.

Ein älterer Mann mit grauem Haar, den ich später als Leiter der Geburtshilfe kennenlernte.

„Was passiert hier?“ fragte er.

Ryan ergriff sofort die Gelegenheit.

„Dr.

Patel, übernehmen Sie.

Meine Frau benötigt heute einen Kaiserschnitt.

Diese Leute gefährden Mutter und Kind.“

Dr.

Patel nahm die Anordnung aus Helens Hand und überflog sie.

Seine Stirn legte sich in Falten.

„Warum wurde die Operation angesetzt?“

„Auffällige fetale Werte.“

„Welche Werte?“

Ryan schwieg einen Moment zu lange.

Dr.

Patel blätterte weiter.

„Es gibt keine aktuellen Befunde, die das bestätigen.“

„Die Untersuchung sollte gerade stattfinden.“

„Dann konnten Sie die Entscheidung medizinisch noch gar nicht treffen.“

Ryan öffnete den Mund, fand aber keine Antwort, die nicht wie ein Eingeständnis geklungen hätte.

Dr.

Patel sah zu Emily.

Sein Gesicht veränderte sich, als er die Angst in ihren Augen bemerkte.

„Frau Carter, ich werde Sie untersuchen“, sagte er ruhig.

„Aber nur mit Ihrer Zustimmung.

Ihr Mann wird nicht beteiligt sein.

Sie entscheiden, wer im Raum bleibt.“

Emily drückte meine Hand.

„Meine Mutter bleibt.“

„Natürlich.“ Ryan machte einen Schritt vor.

„Ich widerspreche.“